Hallo liebe Blog-Leser!
Im Moment ist im echten Leben so viel Stress, dass wir leider nicht zum Schreiben kommen. Das tut uns leid!
Aber der Wunschzettel lebt. Ich, der Kameramann, möchte Euch jetzt ein Update geben. Zuerst möchte ich sagen, dass die Arbeit mit der Kamera sehr viel Spaß gemacht hat. Die EX1 ist eine tolle Kamera! Mein Dank geht an Slashcam und Sony. Im gleichen Atemzug möchte ich mich allerdings auch beschweren. Vielleicht erwarte ich auch zu viel. Wie auch immer: die Kamera kam (vermutlich) wie im Laden gekauft. Ein Akku, eine 8GB-SXS-Card, keine Tasche. Ich glaube ich brauche keinem hier erzählen, dass das Fehlen einer Tasche fast schon grob fahrlässig ist. Aber da sind die Teilnahmebedingungen drauf abgestimmt: die Teilnehmer haften. Na gut. Erstmal eine Elektronikversicherung abgeschlossen.
In den Tests der ersten Tage stellte sich heraus, dass der vorhandene Akku so ungefähr drei bis vier Stunden hält. Im Anbetracht der Tatsache, dass 8 GByte Speicher in höchster Auflösung gerade mal 30 Minuten Video aufzeichnet, auch nicht schlimm. Schlimmer war der Moment, als die Technikverleiher Kölns sagten, dass sie einzelne Akkus oder Speicherkarten nicht mal gegen Geld verleihen würden. Das machte die Situation schon heikler. Gerade weil wir ein paar Szenen auf der Straße hatten. Unsere gute Stimmung wollten wir uns aber nicht verderben lassen.
Katinka und ich haben aus der Not eine Tugend gemacht und die Disziplin am Set forciert. Dank der unglaublich guten Schauspieler, denen ich an dieser Stelle danken möchte, war dies auch problemlos einzuhalten. Unser Drehverhältnis liegt wohl so bei 1:8. Das kommt natürlich auch noch darauf an, wie lange der Wunschzettel wird. Ich tippe mal so auf 15 Minuten +/- 5 Minuten…

Aber nun noch etwas zur EX1. Ich denke, das herausstechendste Merkmal der EX1 ist wohl das unglaublich gute Display. Da sollten sich die anderen Hersteller ein Vorbild dran nehmen. Canons XL-H1, mit der mich eine lange Geschichte verbindet, ist bezüglich des Sucherdisplays kein Konkurrent zur EX1. Leider wurde das bei der XL-H1s noch nicht verbessert. Die 1/2“-Chips erzeugen ein schönes Bild (DoF, Rauschen). Selbst im Zimmer war es möglich eine kleine Unschärfe zu erzeugen. Das hat Spaß gemacht, auch ohne 35mm-Adapter.
An das Handling einer Henkel-Kamera werde ich mich aber wohl nicht gewöhnen. Irgendwie habe ich sie immer mehr auf die Schulter gelegt. Sah bestimmt witzig aus. Einen richtigen Kritikpunkt habe ich aber auch. Mein SD-Monitor war am BNC-Ausgang der Kamera nicht zu betreiben. Vielleicht war ich dafür zu dumm. Mag sein. Aber trotz Anleitung wollte er nicht. Deswegen war ich auf die Kabelpeitsche angewiesen. Diese steckte jedoch ungünstig vor dem Daumen meiner rechten Hand (die genau da war, wo sie offiziell hingehörte). Die Folge waren ständige Bildausfälle bei Katinka. Unschön. Wie gesagt, vielleicht auch auf meinen Mist oder den des Monitors gewachsen. Keine Ahnung.
Gerade fällt mir nichts mehr ein, außer: Ich freue mich auf die erste Schnittfassung!
Macht‘s gut!
Moritz